Im schönen Norwegen gibt es eine große Vielfalt an Unesco Welterbestätten: zwei Fjorde, ein Archipel, viele tausend Jahre alte Felsmalereien, eine typisch skandinavische Holzkirche, Gebäude aus der Hanse- und der frühen Neuzeit, und den norwegischen Teil des Struve-Bogens, einer 3.000 Kilometer langen geodätischen Vermessungslinie.
Der 17 Kilometer lange und bis zu einem Kilometer breite Nærøyfjord und der 15 Kilometer lange und bis zu 1,3 Kilometer breite Geirangerfjord befinden sich beide im Südwesten Norwegens. An den bis zu 1,4 Kilometer hohen, steil aufragenden Felswänden, die von Laub- und Nadelwäldern bewachsen sind, sind zahlreiche Wasserfälle entstanden. Die außergewöhnliche Schönheit der Fjorde erlebt man auf Bootsfahrten besonders intensiv. Auch die gebirgige, von Nadel- und Laubwäldern bewachsene Region zwischen den beiden Fjorden, die zu ausgedehnten Wanderungen einlädt, steht unter dem Schutz der Unesco. Das weiter nördlich am Polarkreis gelegene Vega-Archipel besteht aus 6.000 kleinen Inseln und ist der Lebensraum zahlreicher Vögel, zum Beispiel von Eiderenten, deren Daunen ein wichtiges Exportgut sind. Bei der von 20.000 Menschen bewohnten Küstenstadt Alta im hohen Norden Norwegens befinden sich beeindruckende Felszeichnungen aus der Stein-, Eisen- und Bronzezeit, die ältesten werden auf etwa 6.200 vor Christus datiert.
Die von kunstfertigen Schnitzereien verzierte Stabskirche in Ornes, etwa in der Mitte der langen norwegischen Westküste gelegen, vereint Stilelemente aus der Zeit der Kelten, der Wikinger und der Romanik. Sie wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Im Hanseviertel Bryggen der Stadt Bergen kann man rund 60 Holzhäuser aus der Zeit des innovativen mittelalterlichen Städtebundes bewundern. In Røros, knapp 400 Kilometer nördlich von Oslo gelegen, wurde ab 1650 Kupfererz abgebaut, die umfangreiche historische Bausubstanz und das Stollensystem sind weitere Top-Attraktionen Norwegens. Der von Hammerfest bis zum Schwarzen Meer verlaufende Struve-Bogen leistete im neunzehnten Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zur Vermessung der Erde.
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18. Januar 2012
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